Kulturcamp 2

In vorweihnachtlicher Stimmung begingen wir unser 2. Kulturcamp. Diesmal dort, wo der Schweiß tröpfelt und sonst nur Musik die Herzen höher schlagen lässt: Im Nachtclub Kalif Storch.

Unter dem Motto: Was ist das für 1 Kultur? vernetzen — gestalten — verändern ging es beim zweiten Kulturcamp vor allem um die Kulturakteure und ihre Bedarfe. Während wir im Februar zum 1. Kulturcamp noch in vorgeschlagenen Gruppen arbeiteten, bestritten die Akteur*innen selbst den Tag. Bei dem partizipatives Format  verhandelten die Kulturschaffenden in Erfurt von 15-20 Uhr über Formen der Vernetzung, der Mitwirkung und der kulturellen Selbstgestaltung mithilfe des Open Space Formates[1]. Hierbei ging es, darum gemeinsame Aktionen zu planen und neue Formen der Kooperation aufzuspüren, die das kulturelle Selbstverständnis öffentlichkeitswirksam ausdrücken und nachhaltig beeinflussen können. Ab 20 Uhr ließen wir bei Lagerfeuer, Musik und Getränken den Abend voller neuer Ideen und Eindrücke im Kalif Storch ausklingen.

Themengruppen waren:

  • Möglichkeiten für einen soziokulturellen Veranstaltungskalender in Erfurt . Es fehlt an einem Online Veranstaltungskalender & Kulturverzeichnis, die vorhandenen seien zu Mainstream. Allerdings stellten sich auch die Fragen, wie man bestehende Kalender nutzen kann. Und: Was ist das Neue an einem neuen Veranstaltungskalender. Mehr dazu in der Doku, S. 1 & S. 6..
  • Öffentlichkeitsarbeit. Dabei ging es um das Potential von Podiumsdiskussionen und öffentlichen Diskussionen generell, um auf die (Raum-)Situation der Kulturschaffenden aufmerksam zu machen. Können solche Formate einen stetigen Aufmerksamkeitsfluss generieren? Mehr dazu in der Doku, S. 2
  • Was fordern wir Kulturakteure? Z.B. Wertschätzung, Austausch mit Politik und Verwaltung, Kultur als Leistung anerkennen usw.. Mehr dazu in der Doku, S. 3
  • Kreative Protestaktionen, um den Wert von Kultur zu steigern und Problematiken aufzuzeigen. Nur wie bekommt man Akteure regelmäßig dafür zusammen? Denn bisher gibt es zu wenig Austausch miteinander, unterschiedliche Prioritäten. Lösungsansätze und Ideen in der Doku, S. 8.
  • Nutzung öffentlicher Plätze/Orte. Hier stellten sich Fragen über Fragen, wie z.B.: Was gibt es an städtischen Raum? Wie nutze ich öffentliche Plätze? Wo kann ich in der Stadt was machen? Lösungen siehe Doku, S. 11
  • Die Idee hier ist es einen gemeinsamen Lagerort für Veranstaltungen zu schaffen. Denn Akteure brauchen bezahlbare Lagerräume. Außerdem haben wir genug Materialen, die wir lieber leihen statt kaufen wollen. Hier könnte man an bestehende Orte andocken und gleichzeitig Tauschladen und Cafe aufmachen. Allerdings sind Fragen zur Finanzierung, Versicherung und Anschaffung noch zu klären. Mehr Infos: Doku, S. 13

[1] Open Space ist ein partizipatves, ko-produktives Format, welches durch die Selbstorganisation und Selbstbestimmung der Teilnehmenden lebt. Um den Einfluss uns die die Mitwirkungsmöglichkeiten der Teilnehmer zu maximieren, gibt keinen festgelegten Ablauf. Dieser wird von den Teilnehmern zu Beginn der Veranstaltung selbst gestaltet.

 

Danke Juliane Großmann für die Bilder!

Juliane Grossmann
Author

Moderatorin hier auf der Seite, Texterin, Illustratorin und Tätowieren in der richtigen Welt, Teil der Ständigen Kulturvertretung. info@juliane-grossmann.de

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